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Das 80/ 20 Prinzip

Wichtig für jede Form zielorientierter Arbeit ist genau der Hintergrund, der diesem Prinzip zu Grunde liegt. Vor ca. 100 Jahren von dem Ökonomen Vilfredo Pareto entdeckt aber leider nicht populär gemacht worden, ist es knapp drei Jahrzehnte später von dem Philologieprofessor George K. Zipf wiederentdeckt und weiterentwickelt worden.



Literaturempfehlung dazu: Richard Koch, Das 80/20 Prinzip
ISBN: 3-593-37456-0, Campus Verlag 



Für die Arbeit als ehrenamtlicher Hundeführer/ Helfer mit oder ohne Anschluss an eine Hilfsorganisation sollte diese Form der Überlegung wesentliche Auswirkungen auf die Inhalte und Struktur seiner ehrenamtlichen Tätigkeit haben.



Eine der Kernaussagen, die wir uns hierzu näher anschauen wollen ist folgende Grundaussage:

mit 20% des Aufwandes wird bereits 80% der Leistung erbracht für die letzten 20% der Leistung sind 80% des Aufwandes erforderlich

Angewandt auf die ehrenamtliche Tätigkeit, speziell auf die Arbeit mit dem Hund lassen sich einige provokante Thesen erstellen. Dem Prinzip zu Folge fallen innerhalb der Rettungshundearbeit 80 % der Erfolge auf 20 % der Einsätze, 20 % der gesamten Ausbildung auf 80% der notwendigen Inhalte, 20 % der aufgewendeten Zeit auf 80 % der Ergebnisse, ect ect….

An dieser Stelle halten wir es für wichtig, eigene Strukturen zu überdenken und entsprechend der daraus gewonnen Erkenntnisse zu handeln und nötigenfalls aufgefallene Problembereiche zu verändern.

Was jeder einzelne mit den so gewonnen Erkenntnissen macht und machen möchte soll an dieser Stelle ohne Gegenstand sein.

Viel wichtiger erscheint uns der Aspekt, dass zumindest jeder selber die Entscheidung darüber treffen können sollte, wie und womit er seine heute in der Regel knappe Freizeit verbringen will. Familie, Job und Ehrenamt sind so schon schwer zeitlich zu verbinden ohne das etwas dabei zu Kurz kommt, muss man sich dann auch noch den Großteil dieser Zeit mit Dingen `beschäftigen lassen`, die ohnehin nicht zielführend sind oder zumindest das Prädikat „untergeordnet“ haben, ist es gleich doppelt bedauerlich, dass diese Zeit an anderer Stelle effektiver hätte verwendet werden können.