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Problemfall hundlichen Verhaltens?

Das Lesen der Verhaltensweisen von Hunden wird je nach Ausbildungsphilosophie unterschiedlich interpretiert. 

Bewertet werden das Gangbild, die Rutenhaltung, auch die auf dem Boden klebende Nase als Zeichen einer intensiven, konzentrierten Arbeit. Das die Körpersprache des Hundes weitaus einfacher zu händeln ist, bleibt davon unbeachtet. 

Für jeden Hund wird auf Auffälligkeiten geachtet und dieses auch maßgerecht auf den HF projiziert. Die Individualität ist ein wichtiger Bestandteil in so mancher Ausbildungsstruktur. Das vieles an einfachen Verhaltensweisen auf der Strecke bleibt, ist in den meisten Fällen, provokant ausgedrückt, fehlendes Wissen und Verständnis.

Aller Anfang ist schwer, wird in den Raum gestellt und Rom wurde auch nicht an einem Tag errichtet. Trifft alles zu, doch ist die Arbeit mit einem Hund wesentlich einfacher.

Ein Hund, der einen anderen im Spiel jagt, zeigt Verhaltensweisen, die er schon in der Welpenkiste zusammen mit seinen Geschwistern ausgeführt hat. Ein Hund, der jemanden sucht, zeigt ebenfalls Verhaltensweisen, die ihm schon von Geburt an mit auf den Weg gegeben wurden. Bei der Spurensuche sind wir an dem Punkt, wo wir viele Verhaltensweisen durch geeigneten Trainingsaufbau und Ausbildungsschritte abrufen können. 

Ein „Einfach“ gibt es nicht, da bestimmte Komponenten aus Bebauung, Witterung und Verhalten des HF eine Ausbildung recht stark beschränken können. 

Lässt man einem Hund die Möglichkeit seinen Instinkten, eigenen Interessen und seiner Auffassungsgabe zeigt er eine deutliche Körpersprache. Bei dem Beispiel einer Hasenspur auf einer Wiesenfläche zeichnet er ein Bild für den Zuschauer, wie sich der Geruch auf der Wiese verteilt hat. Dazu kommen Kreisfiguren und auch Stopps für Neuorientierungen. Grob muss man nun diese Figuren durch geeignete Ausbildungsstrukturen festigen und abrufbar, sowie im Umkehrschluss als HF für sich selbst lebbar machen.

Die Figuren sowie Verhaltensweisen sind in der Broschüre „Lesen von Trackern oder Trailern durch das Verstehen von Negativhinweisen“ von Robin und Kevin Kocher sehr gut beschrieben. 

Jetzt Hund und HF zusammen wirken zu lassen erfordert Zeit, Verständnis für einander, geeignete Ausbildungswege und der ständige Wechsel von Trainingsbereichen. Vieles muss durch geeignete Wiederholungen über einen langen Zeitraum abgerufen werden. 

Der Hund an sich verändert nur aufgrund der Ausbildungsstrukturen sein Verhalten. So kommt es zu der in den Raum gestellten Individualität. Hält man es einfach, dann zeigen alle Hunderassen beständig gleichbelagerte Verhaltensweisen, die ihren Ursprung in den Fähigkeiten und Instinkten des Individuums haben.