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Das Lesen des Hundes mit seinen vermeintlichen vielfältigen Facetten - ein irriger Glaube und Meinungskrieg!

In der Mantrailing-Szene ein Thema, was zu vielen Diskussionen führt. Nach Lesen einer Vielzahl an Trainingsmanuals und erworbenen Büchern, kommt man ins Grübeln, da es wenig bis keine Einheitlichkeit gibt. Jeder so wie er es versteht und mit seinem Hund erlebt, je nach welchen Weg er nach Rom nutzt. 

Sachlich betrachtet verfolgt der Hund auf sich gestellt eine ihn interessierende Spur mit all seinen Instinkten und der ihm gegebenen Art. Von Welpenbeinen an trainiert der heranwachsende Hund seine Fähigkeiten ohne die menschliche Beeinflussung. Je nach Charakter kann diese Befähigung mit selbsterlebten Erfahrungen komplettiert werden.

Losgelöst von einer menschlichen Kontrolle sind die selbstbelohnenden Handlungsweisen z. Bsp beim Verfolgen einer Hasenspur, nicht zu unterschätzen. Durch den vorgesetzten Reiz des wegrennenden Hasens werden diese Handlungsweisen noch bestärkt. Nicht der Hund muss etwas gelernt bekommen, nur er hat von sich aus die Genetik und lernt über die Erfahrungen, die ein fachgerechtes Training ihm bieten kann.

Der Hund selbst bei seinem Eigenstudium in Erlangung der Erfahrungen nutzt positive wie negative Hinweise. Daraus ergeben sich für unsere Augen deutliche Verhaltensweisen die durch Stillstand, Kreise, einer Suche mit tiefer Nase, Wechseln der Arbeitsgeschwindigkeiten, Kopfbewegungen, etc. aufgezeigt werden.

Nun kommen wir ins Spiel, mit unserer Körpersprache, dem Kontrollzwang und Erfahrungen mit einer ganz anderen Sichtweise. Wir wissen durch gemeinsamen Austausch, wie es aussehen soll. Haben eine eigenen Anspruch zu dem in unseren Augen durchgeführten „Spiel“, der Ernst des Lebens für den Hund selber funktioniert anders. So beginnen wir für jeden Hund einen Ausbildungsweg zu stricken, testen herum, probieren aus, schieben und kontrollieren denjenigen, der unser Informationsgeber ist. Im Umkehrschluss müssen wir aus dem was der Hund kann, vieles für uns lernen.

Ist nicht unser Bestreben, da wir einen Erfolgs- und Kontrollzwang über Jahre gepflegt haben. Über die Haltung der Ohren, Rute, des Kopfes, gesamten Körperspannung erklären wir uns je nach Ausbildungsphilosophie die Lesbarkeit des Hundes. Dazu gesellen sich unsere Erfahrungen am Ende der Leine. Der Hund als Individuum hat dazu ganz andere Meinungen. Um nun einen gewissen Einklang in das unterschiedliche Handeln der verschiedenen Teampartner zu bringen, werden einige Hilfsmittel genutzt.

Es gibt die unterschiedlichsten Betrachtungsweisen wie auch Meinungsfindungen. Als Beispiel ergeben sich mit Wissen über den Trailverlauf unterschiedlichste Meinungen zu den mehr oder weniger auffälligen Verhaltensweisen des Hundes und je nach Erfahrungswert der Akteure am Ende der Leine werden die vom Hund gezeigten „Figuren“, wie auch die Aktivitäten desselbigen frei interpretiert. Der grundlegende Gedanke unserer Meinung ist, dass jeder Hund individuell zu sehen ist.

Eine Reihe von Beispielen anlässlich der ewigen Diskussion über die „Methodenvielfalt“.

- Mit dem Hinweis, dass bei Überlaufen der Spur nach 15 m der nachfolgende „Wissende“ den Verlauf begrenzt.


- Oder der nachfolgende Trainer erklärt dem Hf, was bei der Ausarbeitung der Spur für Verhaltensweisen aufgezeigt werden.


- Der Hund wird an kurzer Leine wissend geführt um Sicherheit und ein Überlaufen zu verhindern.


- Die Wahl der Trainingsorte nach dem vermeintlichen Einsatzgegebenheiten. Wenn Einsatzschwerpunkt Stadt, dann wird recht schnell der urbane Bereich  Haupttrainingsort.


- Das Markieren des Trailverlaufs mit Bändern, Fähnchen, Kreide, Farbe um eben dem Hund seinen Part erklären zu können.

Der Hund ist derjenige im Team, der vieles kann. Als Hf muss man wissen, was er kann und sich durch ihn führen lassen. Klingt ganz einfach, bereitet trotzdem uns am Ende der Leine viele Schwierigkeiten.