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Der rote Faden 

Das Rad neu erfinden braucht es an dieser Stelle nicht, vielmehr ist es wichtig sich auf das Training von Grundlagen zu beschränken. Die Erfolge stellen sich bei konsequentem wie schrittweisem Vorgehen ein.

In jeder Ausbildung beginnt das Training mit einem Schritt und der sollte gut überlegt sein. Wir haben nun seit vielen Jahren immer die gleiche Vorgehensweise, den sogenannten roten Faden. Übernommen aus der Kocher Methode, die wir über Jahre nutzen. 

Zu Beginn wird dem Hund über einfache Übungen gezeigt, was er leisten soll. Sein Job ist es dem individuellen Geruch einer bestimmten Person zu folgen. 

Nachfolgend einige grundlegende Überlegungen zu einem Trainingsaufbau. Den Hund kann man nicht auf die Spur zwingen. Der Aufbau muss in einem Spiel erfolgen, dass der Hund für sich mit klaren Regeln nutzen kann. Es ist ein Spiel und bleibt es bis zum Ende. Seinen eigenen Interessen folgend nutzt er jedwede tierische Spurenlage und zeigt mehr oder weniger motiviert ein genetisch gefestigtes Suchverhalten. An der Stelle übernimmt der rote Faden seine Aufgabe und Schritt für Schritt wird dem Hund vermittelt, dass die individuelle Spur eines Menschen ein wichtiger und fördernder Bestandteil seines Spiels ist. Motivation lässt sich nicht erzeugen, vielmehr ist sie angeboren. Förderlich ist es die Bereitschaft etwas auszuführen durch ein geeignetes Training herbeizuführen. Je einfacher der Trainingsaufbau gestaltet wird umso leichter fällt es dem Hund seine natürlichen Verhaltensweisen umzusetzen. Wir müssen ihn durch eine Trainingsstruktur im Spielcharakter animieren.  

 Um es für den Hund und auch den unerfahrenen HF einfach gestalten zu können, werden Motivationsübungen genutzt. Das Tool Intensity ist für die angestrebte Ausbildung von großem Nutzen.  

Definition - der Intensity(Motivationsübung) ist eine kurze, fokussierte Übung, die das Interesse des Hundes kontrolliert auf eine vorgegebene Spur bringt und einen hohen Spassfaktor vermittelt.

Der Intensity unterliegt Regeln, die unter verschiedene Schlagworte unterteilt werden können 

Zeitfenster: 2-10min. für jede Übung 

fokussierte Übung: erlaubt es den Spurverlauf zu isolieren, problematische wie auch belastende Ablenkungen und darausfolgende kritische Verhaltensweisen zu korrigieren 

erarbeiten: mit Zweck und gewünschten Ergebnis, das gemessen werden kann. Deshalb muss jede Übung seitens des Instruktor/ HF geplant werden 

unterrichten: neue Varianten und Komponenten dem Hund vermitteln 

üben: da Hunde durch Wiederholung lernen, ist es wichtig Übungen unter kontrollierten Bedingungen auszuführen, um ein Verhalten fest zu etablieren. 

natürliche Verhaltensweisen des Hundes: aufgrund der Übungen werden nur bestimmte natürliche Verhaltensweisen des Hundes herausgearbeitet und bestärkt, die für die Sucharbeit benötigt werden 

Übungsgelände: wichtig ist der ständige Wechsel der Trainingsörtlichkeiten und das Trainieren auf großen, freien Flächen, um das Verhalten sowie die natürlichen Verhaltensweisen des Hundes bei der Ausarbeitung eines Spurverlaufs kontrollieren und selbst verstehen zu können.  

unmittelbares Feedback: Lob, wenn das Verhalten korrekt war. Eine Korrektur (Line-Check und Unmutslaut ) wenn es falsch war.  

mit hohem Spassfaktor für den Hund: es ist ein Spiel und es muss dem Hund Spass bereiten, dann will er dieses Spiel immer spielen.

Die gewünschte Zuverlässigkeit und auch Beständigkeit in den wenigen hundlichen Verhaltensweisen kommt erst mit der Zeit. Man wird nicht mit einem neuen Trainingsprogramm vorwärts kommen, vielmehr braucht es Zeit und Konsequenz. Je konsequenter die gesetzten Regeln eingehalten werden, umso zuverlässiger werden die notwendigen Zeichen, die es zu beachten gilt, deutlich.