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Das Lesen des Hundes 

Es gibt die unterschiedlichsten Ansichten um den Verlauf einer individuellen Spurenlage mit einem Hund abzuarbeiten. Die Interpretationen sind weitläufig und nicht immer zielführend.

Auf Auffälligkeiten wird geachtet um der Individualität der vielen Hunderassen Rechnung tragen zu können, obwohl der Hund, egal welcher Rasse, viele grundlegende natürliche Verhaltensweise in seinem Repertoire aufzeigt. Trotz der Rassenvielfalt sind diejenigen Verhaltensweisen aus dem Jagdrepertoire immer gleich.   

Vielmehr ist die Vielschichtigkeit der genutzten Hunderassen und die unterschiedlichen Interpretationen des hundlichen Verhaltens schwierig für einen beginnenden Hundeführer und noch schwerer unter einen Hut zu bringen. 

Im Zuge unsere Seminare und Workshops haben wir die unterschiedlichsten Hunderasse mit den Hundeführern kennengelernt. Die gewählten Ausbildungswege waren ebenso unterschiedlich, wie auch die jeweiligen Arbeitsweisen. Mit mannigfaltigen Gedanken und den mehr oder weniger ins Gewicht fallenden Problemstellungen suchten die Hundeführer Hilfestellung um ein bestehendes Problem beheben zu können. 

Über den langen Zeitraum der Ausbildung hat es sich gezeigt, dass es schwierig ist sich mit einzelnen Handgriffen oder auch einzelnen Übungsteilen über die aufgekommenen Problemstellungen hinweg zu hangeln. Nicht immer ist es passend problemorientiert zu arbeiten. Vielmehr sollten sich Gedanken um den komplexen Aufbau und den eingeschlagene Ausbildungsweg gemacht werden. 

Hunde, egal welcher Hunderasse sie angehören, haben ähnliche Verhaltensweisen im jagdlichen Bereich. Einen Hund bei der Jagd zu beobachten, beginnend von der Spuraufnahme bis zum Sichtkontakt der weglaufenden Beute, ist eine recht interessante Angelegenheit. Es zeigt sich sehr schnell, dass der Hund für sich allein seine Strategien bei jedem jagdlichen Ausflug verfeinert. 

In der Ausbildung können wir nun nicht unsere Hunde ständig bei der Jagd beobachten und zu sehen wie sich unsere Vierläufer geschwind selbstbelohnend auf die für sie interessanten Spuren setzen. Das was der Hund als Anlagen mitbringt, sollte uns in die Lage versetzen einen Spurverlauf nach zu verfolgen. 

Mit einer sinnvollen Trainingsgestaltung beginnen wir im Bereich der gewachsenen Böden. In Feld-, Flur- und Waldgebieten abseits von festen Wegen nutzen wir bei dem jungen Hund, Rassenzugehörigkeit ist nicht ausschlaggebend, die aufgebrachte Motivationsarbeit. Dem Hundeführer ist die Wegstrecke bekannt, die der Runner zurücklegt. Bei dem so genannten Dogtraining geht es ausschließlich darum, den Hund mit seiner Konzentrationsfähigkeit auf die menschliche Spur zu bringen. Wir bezeichnen diese Arbeit als Fokussierung. 

Der Hund hat im Laufe der Zeit bei uns verschiedene Erfahrungen machen können. Je nachdem wie er aufgewachsen, sozialisiert und im speziellen gehalten wurde, sind seine Selbstständigkeit durch Gehorsam und den eingetretenen Tagesablauf beeinträchtigt worden. Die hundlichen Jagdverhaltensweisen sind vorhanden, jedoch im täglichen Umgang mit uns Menschen nicht gefördert worden. Bei der Ausbildung geht es nun darum, die vorhandenen Anlagen gewinnbringend zu nutzen um mit dem Hund bekannte wie unbekannte Spurverläufe ausarbeiten zu können.

Ein nicht leichtes Unterfangen sich seinem Hund zu verschreiben und die menschliche Beurteilungsweise zu überdenken und gewinnbringend ohne unsere Einschränkungen zu nutzen. Den Kontrollzwang fallen zu lassen und als Hund-Mensch-Team eine Leistung zu erbringen. Sehr schnell stellt man fest, dass der Hund mit recht einfachen Verhaltensweisen aufzeigt, eine erst sicher verfolgte Spur verloren zu haben. Schon das frühzeitige Heben des Kopfes zeigt eine Veränderung im Spurverlauf auf und diese gilt es als Hundeführer zu erkennen. Das Kreisen des Hundes in schwierigen Situationen um den genauen Verlauf einer Spur wieder aufnehmen zu können, ein ebenso wichtiger Hinweis.

Kurzum sind so manche Interpretationen hundlichen Verhalten in vielen Trainingseinheiten mit einem guten Trainer zu klären, bevor man seinem Nasenspezialisten Unrecht tut.

Nach vielen Übungsstunden im Bereich des Dog-Trainings kann man als Hundeführer seinen Hund bei den unterschiedlichen Übungsverläufen kennen und lesen lernen.

Trust your dog!

Eine unverzichtbare Erläuterung über das Lesen von Trackern und Trailern durch das Verstehen von Negativhinweisen. Dazu Ausführungen zu Hund lesen