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Der Geruchsartikel

Für die ersten Schritte ist der Geruchsartikel für den Hund nur beiläufig interessant. Der Geruchsartikel wird von dem Trailleger vor den Hund gelegt. Ein Anriechen erfolgt mit dem Anschirren des Hundes und Überlaufen beim Start.

Dadurch nimmt er den Geruch unbewusst auf und verfolgt dann die frische, zu dem Geruchsartikel passende Spur. 

Im Laufe der weiteren Ausbildung können viele Variationen der Darbietung des zu suchenden Individualgeruchs den Ausbildungsstand erweitern. Zum einen nutze ich Gerüche, die auf irgendwelchen Materialien aufgebracht wurden. Ein vor Tagen benutztes T-Shirt oder auch die täglich genutzte Haarbürste sind nur ein kleiner Part in dem großen Feld der Geruchsartikel. Verpackt in eine Plastiktüte kann dieser Geruch vor Kontaminationen mit anderen Gerüchen bewahrt, über längere Zeit verwahrt und an jede Örtlichkeit mitgenommen werden. 


Weiterhin könnte nur der letzte Aufenthaltsort einer zu suchenden Peson bekannt sein. Vielleicht eine Räumlichkeit oder eine Stelle, an der sie gesessen oder gestanden hat. Es ist nicht notwendig, für die Ausbildung nur stark riechende oder lange kontaminierte Geruchsartikel zu nutzen. Eine leichte Berührung oder der kurze Aufenthalt im Bereich eines Starts genügen der Nase des Hundes bereits vollkommen. Wie man sieht, sind die Gedanken um die Art der Geruchsspuren sehr variantenreich, und ein solch abwechslungsreiches Repertoire sollte der Hundenase im Rahmen der Ausbildung zugute kommen, um Erfahrung zu gewinnen.

Da wäre ich in der Beurteilung speziell im Falle eines Einsatzes recht begrenzt, wenn ich diesem wichtigen Grundsatz, den Hund über alle möglichen und unmöglichen Geruchsartikel „starten“ zu können, nicht folgen würde. Denn gerade im Einsatzfall ist der Hundeführer bei der Wahl der Geruchsartikel auf das Können und den Erfahrungsschatz seines Hundes angewiesen. Von dem ausgesuchten und verfügbaren persönlichen Gegenstand der zu suchenden Person hängt der Einsatzerfolg eines Man-Trailer-Teams ab. Die unterschiedlichen Darbietungsmöglichkeiten des individuellen Geruchs stellen verschiedene Schwierigkeitsgrade dar, die nicht nach nur wenigen Grundübungen zu lösen sind. Man-Trailing für den Einsatzbereich umfasst viel mehr. Die Ausbildungsvorhaben sind gleich einem Drehbuch und müssen immer wieder überdacht werden. Darüber wird auch ein Einsatztagebuch geführt, um für sich und andere Möglichkeiten zu schaffen, die eine Nachprüfbarkeit des Leistungsvermögens gestatten. 


Konsequent und mit einem klaren Ziel vor Augen gehe ich diesem Schritt für Schritt entgegen. Auch mit dem Gedanken, dass es trotz aller Sorgfalt mal nicht funktioniert, nehme ich Rückschritte in Kauf, auch wenn es schwer fällt. Dann wird das vorhandene Problem aufgenommen, bearbeitet und die Schritte für den Hund werden verständlicher gestaltet.