Verständnis erlangen….

Rückblickend haben uns die unterschiedlichsten Hunderasse und Hundeführercharaktere in den verschiedensten Trainings und Seminaren begleitet.

Wenn ich über die Szenarien heute nachdenke, dann gab es die unterschiedlichsten Meinungen rund um das Thema Training, Handling, Lesen des Hundes und Ausbildungsgrundlagen.Auf der einen Seite wird an vielen Varianten, Längen, Alter wie auch Schwierigkeiten gefeilt. Hintergrund: Es soll dem Hund ein großes Repertoire an Möglichkeiten zur Verfügung gestellt werden.

In der Regel werden ausgesuchte Szenarien mit vielen Schwierigkeiten und das Wissen über den Verlauf des Trails als Grundlage genutzt. Es ist immer ein vorgefertigtes Event. Egal welchem Stil man sich verschrieben hat. Jeder hält seine Art und Weise in der Teamarbeit mit dem Hund für die Richtige. Ziel das Endergebnis, der Fund.
Wenn ich mal zurückblicke, habe ich einige grundlegende Regeln bei meiner Tätigkeit, als Diensthundführer vermittelt bekommen. Auf der einen Seite ein strukturiertes Vorgehen, um den Hund für den Bereich der Einsatzfährte zu gewinnen. Die tägliche Dosis notwendigen Kontrollzwangs abhängig gemacht von der Mitarbeit des Hundes. Hohe Arbeitsmotivation bedeutete, dass der Hund unkonzentriert war, und hatte zur Folge, dass Richtungsänderungen wie auch ausgelegte Gegenstände in der gestellten Aufgabe überlaufen werden. Es galt den Hund an die Spur zu binden. Eine kurze Leinenführung wurde genutzt, um den Hund auf der bekannten Spur zu halten, ihn kontrollieren zu können. Bei der Wahl des Geschirrs war Maßgabe, die Arbeitsmotivation des Hundes zwangsläufig regulieren zu können. Bewusst wie unbewusst wurde der Hund in seinem Handeln manipuliert, um ein Ergebnis nach bestehenden Prüfungsrichtlinien zu erlangen.
Mit der Arbeit über den Individualgeruch veränderte sich der Einsatzwert des Diensthundes. Es wurde eine Tür aufgestoßen, um im dienstlichen Alltag den Einsatzwert des Hundes aufzuwerten. Trotzdem war die Arbeit über den Individualgeruch ein Buch mit sieben Siegeln.


Den Hund auf die Spur zu bringen ist dabei nicht schwierig. Belastbare Grundlagen zu schaffen mit den möglichen Wegen nach Rom schwierig. Im heutigen Rückblick gibt es nun viele Meinungen und Trainingsansätze. Wie im Fährtenbereich setzen manche auf wenige Anreize, viele Hilfen, separierte, bekannte Spurverläufe und später eine Überprüfung der erlernten wie auch manipulierten Trainingsgrundlagen mittels einer Prüfungsregelung. Es begegnen einem viele alte Trainingsansätze, obwohl viel über Intuition, Handling und Teamarbeit erarbeitet werden könnte. Das „Lesen“ des Hundes schnell auf den Punkt gebracht werden kann. Es sich leider in Interpretationen aufgrund der bekannten Spurlagen ergeht. Die Widersprüche zeigen sich in den unterschiedlichen Erfahrungen, Trainingsansätzen und Meinungen.

Erst mit Erkennen der Komplexibilität werden Trainingsstrukturen deutlich. Kevin und Robin Kocher haben es auf den Punkt gebracht. In der Einfachheit einer Trainingsstruktur findet sich das was man im späteren Realfall benötigt. Das Antrainieren sicherer Grundlagen verwirklicht die Teamfähigkeit. Das Lesen der Verhaltensweisen des Hundes wird so zu keiner Interpretation.

Startverhalten in 3 Phasen